Die Freisinger Land-Kriterien für Honig erfordern höhere Standards als gesetzlich vorgeschrieben. So ist auch in der konventionellen Imkerei der Einsatz chemisch synthetischer Varroazide verboten. Aber was macht eigentlich den Unterschied zu BIO-Honig aus? Das möchten wir Ihnen in folgender Übersicht erklären.

 

BioKonventionell
Beuten sind aus natürlichem Material, i.d.R. Holz, Stroh oder Lehm. Als Anstriche sind nur Propolis, Bienenwachs oder Leinöl zulässig.Beuten können auch aus Kunststoffen, z.B Styropor sein. Chemisch-synthetische Anstriche sind erlaubt.
Den Bienen muss ein ausreichender eigener Nahrungsvorrat belassen werden. Zufütterung ist nur mit Bio-Honig oder Bio-Zucker erlaubt.Die Bienen dürfen auch mit Invertzuckersirup und konv. Zucker gefüttert werden.
Den Bienen dürfen zum Wabenbau nur Mittelwände aus rückstandsfreiem, zertifiziertem Bio-Bienenwachs angeboten werden. Bio-Imker haben i.d.R. einen eigenen Wachskreislauf.Als Mittelwände sind auch Kunststoffplatten zulässig. Bienenwachs wird bei der Herstellung von Mittelwänden i.d.R. mit Wachs mehrerer Imkereien vermischt. Rüchstandsanalysen sind nicht vorgeschrieben.
Die Varroamilbe darf nur mit organischen Säuren wie Ameisensäure, Oxalsäure und Milchsäure bekämft werden. Diese Stoffe hinterlassen im Bienenwachs keine Rüchstände und sind in der Natur weit verbreitet.Die Varroamilbe darf auch mit chemisch-synthetischen Pestiziden behandelt werden.
Die Flügel der Königinnen dürfen zur Verhinderung des Abschwärmens nicht beschnitten werden.Das Beschneiden der Flügel ist zulässig.
Zusätzlich zu möglichen Kontrollen durch die Lebensmittelüberwachung erfolgt mindestens einmal jährlich eine Kontrolle der Imkerei durch eine staatlich beliehene Kontrollstelle.Konventionelle Imkereien unterliegen der Kontrolle durch die Lebensmittelüberwachung.
Der Wassergehalt von Bienenhonig ist ein Kriterium für seine Reife. Bio-Honig darf einen Restwassergehalt von 18% nicht überschreiten.Der Wassergehalt konventionellen Honigs darf bis 20% betragen.